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Rat ist gefragt: Wenn der Lehrer mit System beleidigt

In diesem Artikel erzählten wir die Story von einem Lehrer, der jede Gelegenheit nutzt, um seine Schüler blosszustellen. Als Dave ihn damit konfrontierte, gab er ihr Gespräch vor versammelter Klasse wieder. Was tun? Wir wussten nicht mehr weiter. Als wir über mögliche Entgegnungsmethoden nachdachten, kamen wir auf die Idee, erfahrene Leute mit verschiedenen Perspektiven und Hintergründen nach ihrem Vorgehen zu fragen. Mit mehr Abstand und Erfahrung sind sie auf kreative Ideen gekommen. Vielen Dank dafür!

Der erste Vorschlag stammt von einem Lehrer:

Schüler unaufgefordert aufzurufen ist nicht meine Hauptmethode; das finde ich an sich jedoch nicht so schlimm. Schüler bloßzustellen geht jedoch gar nicht! Diese Studie hat belegt, dass eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung für den Lernerfolg der Schüler entscheidend ist.
Mein Eindruck ist, dass die Beziehung zwischen deinem Lehrer und seiner Lerngruppe grundsätzlich nicht harmonisch ist; des Weiteren scheint er (pardon!) ein riesiges Ar*** zu sein (leidet wahrscheinlich an Minderwertigkeitskomplexen und lässt seinen Frust an den Schülern aus).
Was kann man machen? Nun, gibt es einen Klassensprecher? Oder einen Klassenlehrer? Dem könnte man das Anliegen vortragen. Wichtig ist Respekt und Höflichkeit im Stil und Sachlichkeit. Ihr könnt auch eure Eltern einschalten.
Jedoch: Die Art und Weise wie ihr den Lehrer geschildert habt, lässt vermuten, dass sich dieser Typ nicht ändern wird. Das bittere für euch als Schüler ist, dass er am längeren Hebel sitzt (Notengewalt).
Ihr müsst für euch selber klären, ob ihr bereit seid, euch mit ihm anzulegen (das geht dann vielleicht bis zur Schulleitung). Durch sowas kriegt man als Schüler an der Schule auch einen bestimmten Ruf (for better or worse). Die Alternative wäre Klappe halten und Kopf einziehen und den Kram weiter über sich ergehen lassen, bis es einen Lehrerwechsel gibt.
Wenn ich mir euren Blog so anschaue, glaube ich allerdings, dass letzteres nicht euer Stil ist;)

Hier der zweite Vorschlag (von einem Blogger):

„Hört er (…) nicht, so achte ihn für einen Heiden…“ (Mt. 18,15-17)
Zunächst denke ich, dass ihr ziemlich weise an eine herausfordernde Situation herangegangen sein. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, von Anfang an einen weiteren Kollegen für das Gespräch beizuziehen.
Die Reaktion des Lehrers zeigt, dass hier die Fronten verhärtet sind, und weitere Gespräche auf wenig Verständnis stossen werden. Es ist jetzt eure/deine Herausforderung nicht in aktiver (Sabotage, Wut) oder passiver (Gleichgültigkeit, kalte Schulter) Rache zu entgegnen, sondern lieber feurige Kohlen zu sammeln.
Beharrlichkeit würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Frage ist nur, in welcher Weise. Ich persönlich würde nicht mehr aktiv weitere Gespräche mit dem Lehrer suchen, aber Möglichkeiten wahrnehmen, auf den vorhandenen Beziehungsbruch zwischen Lehrer und Klasse hinzuweisen. Das scheint mir unglaublich viel Geduld, Mut und Wachsamkeit erfordern, die wir selber oft nicht aufbringen können. Deswegen dürfte der erste Schritt sein, im Gebet Weisheit und Kraft zu erflehen. Als nächste Reaktion dann, ggf. bei einem Aufruf zur Wandtafel gezielt nach einer Erklärung fragen („sich besonders doof stellen“?) oder das Gespräch mit dem Rektor oder anderen Dozenten suchen.

Unsere Stellungnahme:

Es ist wichtig, für die Wahrheit einzustehen. Die Frage ist nur, in welcher Form dies geschieht. Im falschen Moment den Kopf nicht einzuziehen kann dazu führen, in der Unbeliebtheitsskala des Lehrers noch weiter abzusteigen, die Schulleitung (negativ) auf sich aufmerksam zu machen, und die Intrigenmaschinerie des Lehrers weiter in Gang zu setzen.
Euer Rat hat uns wirklich dabei geholfen, dies zu erkennen. Wir sind auf die Fortsetzung der Geschichte gespannt und wir beten für passende Situationen, auf den vorhandenen Beziehungsbruch hinzuweisen.

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