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Rezension: „Yes You Can“ von Alex & Brett Harris

Jugendliche sind für nichts zu gebrauchen. Man sollte sie in Ruhe lassen, bis sie dem grössten gefühlsmässigen und hormonellen Chaos entwachsen sind. Sie verbringen fast ihre gesamte Freizeit am Gerät? Das wird sich mit der Zeit schon einrenken. Sie rauchen und bechern? Solange sie nicht das Familiensofa vollkotzen, sollen sie ihre Erfahrungen machen und das Leben geniessen. Wir waren ja schliesslich alle mal jung. Das ist das Bild eines durchschnittlichen Jugendlichen in unserer Kultur.                               

Die heutige Jugend (endlich kann ich diesen Begriff auch mal verwenden; das dürfen sonst nur die über 60-jährigen) bestätigt diese Vorurteile. Jugendliche jagen dem eigenen Spass und dem kurzfristigen Vergnügen nach. Etwas bereits in den Jugendjahren auf die Beine stellen? „Geniesse lieber deine Jugend. Der Ernst des Lebens wird dich noch schnell genug einholen.“ Mit dem Buch „Yes you can“ zeigen die Zwillinge eine erfüllendere Alternative zu diesem leeren Versprechen. Sie rufen Jugendliche dazu auf, gegen die niedrigen Erwartungen, die uns von unserem Umfeld entgegengebracht werden, zu rebellieren. Dies machen die beiden bereits in den ersten Zeilen des Buches deutlich:

«Die meisten Leute denken, dass du nicht verstehst, was wir in diesem Buch erzählen. Wenn du es doch verstehst, erwarten sie, dass du nicht lange darüber nachdenken wirst, Und selbst wenn du darüber nachdenkst, rechnen sie nicht damit, dass du irgendetwas daraus machst. Wenn du dann doch etwas daraus machst, erwarten sie nicht, dass es von Dauer ist. Wir schon.»

Ihrer Meinung nach sind Jugendliche in den besten Jahren und sehr wohl in der Lage, zu Gottes Ehre Grosses zu erreichen. Dies leben sie selber vor. Mit 18 eröffneten sie therebelution.com, ein Blog, über den sie ihre Botschaft verbreiteten und der einmal der grösste christliche Teens-Blog auf der Welt werden sollte. Neben Vorträgen rund um die Welt entstand auch das vorliegende Buch, das sie mit 19 Jahren schrieben. Aus ihrem Anliegen entstand eine Bewegung von „Rebelutionären“ (Wortspiel aus Rebellion und Revolution gegen die chronische Unterschätzung von Jugendlichen), die ebenso wie die Zwillinge zu Gottes Ehre Grosses erreichen wollten.

Zum Buch:

„Yes you can“ ist in einer einfachen, angenehm zu lesenden Sprache geschrieben. Durch das ganze Buch ziehen sich Beispiele von Jugendlichen, deren Leben die «Rebelution» verändert hat. Die Zwillinge räumen zuerst mit dem Begriff «Teens» auf. Den gibt es nämlich noch gar nicht lange. Früher gab es gar keine Zeit des Erwachsen-werdens. Jugendliche existierten nicht. Vielmehr übernahmen junge Leute bis vor gar nicht mal so langer Zeit noch wirkliche Verantwortung und erreichten bereits in jungen Jahren Grosses. Die Harris Brüder nennen als Beispiel viele junge Menschen, die Gott auch durch ihre Schwächen benutzte, um Leuten zu helfen. In 5 Punkten zeigen sie, was einen Rebelutionär ausmacht.

  • Mach Dinge, die ausserhalb von deinem Wohlfühlbereich liegen, dich aber wachsen lassen (oder, wie sie es ausdrücken: Tu Dinge, die dich aus deiner Kuschelecke holen)
  • Beziehe andere in deine Projekte mit ein. Setze zusammen mit Freunden oder der Familie Ideen um. Profitiere von dem Know-How anderer oder von Leuten, die Dinge besser können als du
  • Mache Dinge, die andere von dir nicht erwarten. Setze die eigene Messlatte hoch, anstatt dir Dinge nicht zuzutrauen, die du eigentlich könntest.
  • Vergesse über hochtrabenden Plänen nicht, auch im Kleinen treu zu sein. Sehe beispielsweise ungeliebte Hausarbeit als Übung, dich zu überwinden. Wenn du diese Dinge gewissenhaft erledigst, wird dich Gott auch über Grösseres setzen.
  • Sei kein toter Fisch. Bekenne Farbe für deinen Glauben oder deine Prinzipien.

Fazit: Wenn du viel zu viel Zeit online verbringst, aber deine Gaben zu Gottes Ehre einsetzen möchtest, lese unbedingt dieses Buch.

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